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News: Die Betonköpfe
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Geschrieben am Mi, 23. Jun. 2004 @ 20:00:47 CEST von flobee |
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Stefan schreibt "Die Musikindustrie hat sich für den harten Weg entschieden. Gesetze und Klagen wohin man schaut. Dabei wird es immer deutlicher, dass die Strategie ein Fehler war.
In der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung ist das Vorgehen der großen Plattenfirmen ohne Beispiel: Der Lieferant haut auf seine Kunden ein. Diese harte Linie wurde jetzt erneut von der internationalen IFPI bestätigt. Kein Umdenken trotz seriöser wissenschaftlicher Erkenntnisse von Universitäten in North Carolina und der angesehenen Havard University. Würde man von der bisherigen Linie abschwenken, müsste man strategische Fehler eingestehen. Das ist mit den Verbandsvertretern jedoch nicht zu machen. Ihre eigene, eitle Unfehlbarkeit steht dabei im Weg.
Der Irrtum besteht im wesentlichen darin, dass die IFPI und RIAA der felsenfesten Meinung sind, das Saugen und Brennen der Hauptgrund für die sinkenden Umsätze ist. Ungeachtet dessen was kluge Professoren behaupten.
Die jüngste Havard Studie bestätigt die vorangegangene Studie aus North Carolina: Die meist von Jugendlichen heruntergeladenen Top 40 Titel wäre ohne das illegale Angebot nicht als CD gekauft worden. Bei kaufkräftigen Erwachsenen führt die Nutzung von p2p häufig direkt in den Plattenladen. Folgerichtig empfehlen die Forscher der Industrie die Tauschbörsen werblich zu nutzen, anstatt ihre Kräfte auf einen aufsichtlosen Kampf zu konzentrieren.
Mehr als 70 verschiedenen p2p Tauschbörsen bestehen neben den allgemein bekannten Netzen wie Kazaa und den Derivaten. Hinzu kommen ftp server in riesigen Mengen. Das Repertoire der illegalen Quellen schlägt jeden legalen Dienst. Kaum etwas was nicht gibt in den Tiefen des Internets.
Das der Rückgang von Tonträgerverkäufen maßgeblich mit Rezession, Auf- oder Abschwung der jeweiligen Wirtschaft zu tun hat, kann derzeit in den USA beobachtet werden. Dort sind parallel zur brummenden Wirtschaft auch die Tonträgerverkäufe massiv gestiegen. In der BRD brummt die Wirtschaft nicht. Dank konstant hoher Arbeitslosenzahlen und mangels positiver Perspektiven sparen sich die Deutschen zu Tode. „Geiz ist geil“ und Musik gibt´s umsonst. In der Folge führte dies zu einem Halbierung der Tonträgerverkäufe, Massenentlassungen bei den Tonträgerfirmen und ein fortdauerndes Sterben des Musikhandels. In ihrer finanziellen Not griffen die Majors sogar die Verleger an und kürzen die einseitig die Vergütung mit ungewissem Ausgang.
Der Vorsitzende des Justizausschusses im amerikanischen Senat Orrin Hatch, hat jetzt sogar einen Gesetzentwurf eingebracht, nachdem die schon die Anleitung, Aufruf oder Anstiftung zum filesharing unter Strafe gestellt wird. Der republikanische Senator bedankt sich so bei der Tonträgerindustrie, die den Politiker mit Spenden in sechsstelliger Höhe überschüttete.
http://www.dmcdeutschland.de/blog/archives/000299.html
http://www.dmcdeutschland.de/blog/archives/000348.html
http://www.dmcdeutschland.de/blog/archives/000331.html
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