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  News: Warensendung : Gier oder Dummheit ?
Geschrieben am Fr, 25. Jun. 2004 @ 19:31:03 CEST von flobee
Musik Brachen News Stefan schreibt "Die Post wird ab dem 1. Juli 2004 die Formate der Warensendung ändern. Ein Postversand einer einzelnen 12 inch kostet dann 4,10 Euro. Der Einzelversand von Vinyl wird unerschwinglich.

Die maßlose Preissteigerung um 260 % ist ein weiterer Sargnagel für die DJ und Sammler Szene. Die Einzelverkauf von Alben und Vinyl Maxis durch ebay oder andere wird damit weitestgehend zum Erliegen kommen.



Die Regulierungsbehörde kann nicht einschreiten, weil sie für Warensendungen (bis 500 Gramm, unversichert, 1,53 Euro) nicht zuständig ist. Konsequenterweise hat es die Behörde nicht für notwendig erachtet, auf eine entsprechende Anfrage per mail zu reagieren. Es sind ja auch nur 77 Mitarbeiter, die dort für die Regulierung der Post zuständig sind.

Die Post nutzt ihr Quasi-Monopol um abzukassieren. Diese Rechnung wird allerdings nicht aufgehen. Die Formatänderung führt zu künftigen Portobelastungen von 4,10 Euro: Für eine Scheibe ! Die starke Nutzung dieser Versandform, hat bei der Post offenbar die Gier geweckt. Durch die exorbitanten Portoerhöhung ist ein massiver Rückgang von Warensendungen zu erwarten. Zu kurz gedacht, liebe Post. Wir prognostisieren einen massiven Umsatzrückgang bei Warensendungen, der durch die teurere Versandform von 4,10 Euro nicht aufgefangen wird. Zudem werden die Mitbewerber erheblich Zulauf erhalten. Und verlorene Kunden zurück zu gewinnen, ist bekanntermaßen die schwierigste und teuerste aller Vertriebsaktivitäten. Vom Imageverlust ganz zu schweigen.

Wenn der ebay Käufer künftig für Maxi oder Album bei einem Mindestgebot 1 Euro ersteigert, muss er etwa 6 Euro in Summe bezahlen. Es muss schon ein sehr begehrtes Exemplar sein, um trotzdem zu ersteigern. Aber ein bezahlbarer Austausch des Kulturgutes Schallplatte ist bei der Deutschen Post AG offenbar nicht mehr erwünscht.

Bei den DJ Promotern wird der Einzelversand von Maxis gegen Null gehen. Die Labels und Plattenfirmen bevorzugen den Einzelversand gegenüber der Sammelsendung, um maximale Aufmerksamkeit zu erzielen. Das wird in wenigen Tagen unbezahlbar werden.

Kostensparende Sammelsendungen werden die einzige Möglichkeit zu sein, um Maxis zu bemustern. Das trifft es vor allem die kleinen Label mit eigenem Verteiler, die eben nicht warten können bis sie mehrere Veröffentlichungen kostensparend versenden können.

Eine schriftliche Stellungnahme der Post war nur unter Mühen zu erhalten und klingt dann wie folgt :

Sehr geehrte Herren,
hiermit möchte ich Ihnen gerne, auf Ihre Anfrage zur neuen Formatstruktur bei Bücher- und Warensendungen, antworten.
Zum 01.07.2004 ändert sich das Höchstmaß bei Bücher- und Warensendungen auf Länge 350 mm x Breite 300 mm x Höhe 150 mm.
Das sogenannte Gurtmaß = Länge, Breite und Höhe zusammen 90 cm, jedoch in keiner Ausdehnung mehr als 60 cm, entfällt völlig.
Aufgrund des zunehmenden Online-Handels hat sich der Anteil der großformatigen Sendungen deutlich erhöht. Da diese Formate aufwändig in der Bearbeitung sind, kann die Deutsche Post die Überformate (siehe Gurtmaß) nicht mehr als Bücher- oder Warensendung annehmen. Um die attraktiven Preise und bekannten Laufzeiten aufrecht zu erhalten, werden die Überformate aus dem Versandservice ausgeschlossen.
Ansonsten nutzen Sie weiterhin alle Vorteile dieser besonders günstigen Versandart:
* Die gegenüber Brief-, Paket- und Päckchenpreisen reduzezierten Entgelte bleiben bestehen.
* Die Regellaufzeiten von 2 bis 4 Tagen werden eingehalten.
* An den Einlieferungsmodalitäten ändert sich nichts.

Wer den zuständigen Verantwortlichen seine Meinung hierzu mitteilen will, dem stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

Per mail an die zuständigen Bereichsvorstände der Deutschen Post AG in Bonn:

r.pranke@deutschepost.de (Reinhard Pranke)

j.gerdes@deutschepost.de (Jürgen Gerdes)

Außerdem gibt es noch den Privatkundenservice:
01802/33 33 (für 6ct je Anruf)

Wir fordern alle Betroffenen auf sich dort zu äußern. Bequemlichkeit oder Desinteresse wird mit Portoerhöhungen nicht unter 260 % bestraft.


http://www.dmcdeutschland.de/blog/archives/000376.html#more

http://www.de-bug.de/news/2616.html

"
 
 
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